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Riemerling-Ost und Grasbrunner Weg

 

Bürgergespräche in Riemerling-Ost und am Grasbrunner Weg am 28.April

(Bild Grasbrunner Weg)

Mit dem Treffpunkt vor der Grundschule in Riemerling wurden gleich die großen Zukunftsprojekte Riemerlings in den Blick genommen.
Schul- und Sportareal 
Der Neubau der Mittelschule wird 2018 n.V. gemäß Zeit- und Kostenplan fertig gestellt. Er fügt sich nach Ermessen der Teilnehmer recht gut in die umliegende Bebauung ein. Es gab Lob für das Tempo!

Etwas mehr Sorgen machten sich die Anwohner zu dem im nächsten Jahr beginnenden Neubau von Schwimmbad und Turnhalle. Hier konnten die Bedenken gemildert werden: Die Technik wird sich innerhalb des Gebäudes befinden, es wird außerhalb keine surrenden Transformatoren oder Blockheizkraftwerke geben. Parkplätze mit passenden Vorgaben für die Dauer des Parkens werden in ausreichender Zahl vorhanden sein. Die Bauhöhe orientiert sich an der Umgebung, eine behutsame Einpassung in das Umgebungsbild war eine der wichtigsten Architekturvorgaben.

Fernwärme und schnelles Internet
Bürger fragen berechtigt, wie oft die Straßen denn noch aufgerissen werden müssen? Der Grund für die aktuellen Baustellen auf der B471 und dem Notinger Weg ist die Verlegung von Fernwärme aus Kirchstockach nach Riemerling-Ost. Zwischen den Ortschaften soll ein Leerrohr für zukünftige Glasfaserversorgung mit eingezogen werden. Innerhalb der Ortschaften nützt das leider wenig und kann eine erneute Öffnung für den Anschluss ans Grundstück nicht verhindern.

Durchgangsverkehr im Wohngebiet
In Riemerling-Ost ist insbesondere der Notinger Weg vom Durchgangsverkehr zur B471/A99 dauerhaft belastet. Die Gemeinden Ottobrunn und Putzbrunn sperren sich komplett gegen Überlegungen, diesen Verkehr über eine Fortführung der Ottostraße zur B471 nach Putzbrunn abzuführen. Daher ist leider nicht einmal eine Studie zur Auswirkung auf den Verkehr möglich, es sind von Putzbrunn auch baulich schon gegenteilige Fakten geschaffen worden. Auch in Riemerling befürchteten nicht wenige, dass mit dieser Maßnahme die „Büchse der Pandora“ geöffnet würde und neue Verkehrsströme angezogen würden.

„Strabs“ (Straßenausbaubeitragsatzung)  ist wohl vom Tisch
Durch Einbehalt der Bescheide und eine geplante Gesetzesänderung im Sommer werden die Bürger Hohenbrunns wohl für immer davon verschont bleiben. Die besondere Rolle, die unserem Bürgermeister dabei zukommt sollte bekannt sein. Die scharfe Kritik  aus anderen Gemeinderatsfraktionen hat sich als viel zu kurz gegriffen erwiesen. Auf Nachfrage wurde erläutert, warum die Gemeinde weit davor gar keine andere Möglichkeit hatte, als die „Strabs“ einzuführen.  

Darf mein Nachbar einen Hahn/ Hühner halten? 
Das ist – in einem sehr begrenztem Umfang - nach der Haus- und Nutztierverordnung nicht verboten. Allerdings darf es dadurch keinerlei nächtliche Ruhestörung in Wohngebieten geben. So ist die Rechtslage. Wir setzen auf eine verantwortliche Bürgergesellschaft und hoffen sehr, dass niemand, ob nachts oder tags, davon gestört wird. 

>> Ortsteilwechsel <<

Das Ortsteilgespräch in der Waldsiedlung am Grasbrunner Weg war sehr gut besucht, insbesondere wenn man Teilnehmer pro Ortsteilbewohner rechnet. Die Gelassenheit und besondere Freundlichkeit der Bürger dort zeigt, dass ein Wohnen im Wald viele positive Seiten hat. Der Zusammenhalt nimmt uns Besucher weiter ein.

Hohenbrunn ist ohne Wald kaum zu denken. Unsere Bürger, die darin wohnen, leiden besonders mit dem Wald, der durch Sturmschäden und Borkenkäferbefall teilweise in schlimmem Zustand ist. 

Waldschäden
Der Wald liegt in der Verantwortung des Forstamtes. Die Aufräumarbeiten und die Aufforstung kommen nicht nach. Viele Waldstücke sind in privater Hand, oft sind es nur die professionellen Landwirte, die den Verpflichtungen ihres Eigentums entsprechend handeln. Die Gemeinde spricht mit dem Forstamt und den Eigentümern, hat aber keinerlei Handhabe, sofern keine wichtigen Verkehrs- und Rettungswege versperrt sind.

Busanbindung 
Bedarf für eine Busanbindung ist nicht nur von der Jugend und älteren Bürgern gegeben. Die Verwaltung Hohenbrunn wird beim Landratsamt intensiv darauf hinwirken, von dort aus muss mit dem Verkehrsverbund (Strecken Glonn/Putzbrunn) gesprochen werden. Ein für eine Bedarfshaltestelle nutzbarer Haltestreifen wäre bereits vorhanden.

Durchgangsverkehr auf der Anliegerstraße
Traurig, aber selbst im Wald gibt es inzwischen Verkehrsbelästigung. Die Zufahrtsstraße zur Siedlung ist eine Anliegerstraße und für ständigen Verkehr in keiner Weise geeignet. Mit den Verkehrsberuhigungen in Putzbrunn ist zur Hauptverkehrszeit ein reger sogenannter „Schleichverkehr“ (d.h. abseits der erlaubten Route) entstanden. Dieser schleicht aber nicht mit dem erlaubten Tempo 30 durch die Siedlung. Teilweise werden Anwohner sogar angehupt damit sie die „Waldpiste“ räumen. Ein klarer Fall für vermehrte und zielgerichtete Verkehrsüberwachung, wir geben das sehr zügig weiter.

Bitte keine „Geisterhäuser“
Das Problem der verwahrlosten privaten Waldparzellen setzt sich in der Siedlung fort, auch auf einem bebauten Grundstück. Die Gemeinde kann leider keine Nutzung von Gebäuden erwirken. Wenn die Eigentümer wegen unbekannter Erb-Situation nicht bekannt sind, ist noch nicht einmal ein Ansprechpartner bekannt. Sie kann erst handeln, wenn eine Gefahr oder Belästigung von dem Grundstück ausgeht. Dies ist zum Glück noch nicht der Fall gewesen.