Drucken

G9 und Bildungspaket: „Jedes Kind ist eine Aufgabe“

 

**Bilder der Veranstaltung vom 31.1.2018 in Hohenbrunn unter dem Text**

Die CSU-Fraktion im Landtag und die Staatsregierung haben eine Bildungsreform für Bayern auf den Weg gebracht. Insgesamt investiert Bayern damit mehr in Bildung als je ein anderes Bundesland zuvor.   

Was dieses Bildungspaket ist, wie das zukünftige G9 an Gymnasien aussieht, und was die Hohenbrunner Bürgerinnen und Bürger dazu sagen, wollten wir mittels einer öffentlichen Veranstaltung am 31.1 im Alten Wirt genauer wissen.

Mit dem Staatssekretär für Bildung und Kultus Georg Eisenreich (MdL) gab ein profunder Kenner und maßgeblicher Mitgestalter der Bildung in Bayern darüber Auskunft. 

Kurz zur Ausgangssituation: Bayern hat ca. 1,7 Millionen Schüler an 6.000 Schulen mit 110.000 Lehrerinnen und Lehrern. Der Freistaat investiert schon seit 2008 deutlich mehr in Bildung, es wurden bei rückläufigen Schülerzahlen viele neue Lehrer eingestellt. Mit dem nun beschlossenen neuen Bildungspaket erfolgen zielgerichtet weitere hohe Investitionen. Sowohl der Bayerische Philologenverband als auch die Bayerische Direktorenvereinigung und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband lobten die Beschlüsse. 

Staatssekretär Eisenreich begann mit der Grundlagen der CSU-Bildungspolitik: Das Fundament des Paketes ist, die Schule vom Kind her zu denken. Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt aller Bildungsmaßnahmen. Sie werden so genommen wie sie sind, und die wesentliche Aufgabe ist es, sich um Jede und Jeden zu kümmern.

Darauf aufbauend führte er anschaulich, praxisnah und über alle Schularten durch viele Maßnahmen des Bildungspakets. Auch die Diskussion mit Eltern und Schülern, Lehrern und Studierenden zeigte eindrucksvoll, wie vielschichtig und facettenreich das Thema Bildung ist.

 Aus der Fülle von Informationen zum Bildungspaket kann hier nur eine Auswahl genannt werden

  • Chancengerechtigkeit und Qualität an allen öffentlichen Schulen sind die Leitmotive des Bildungspaketes
  • Akademische und berufliche Bildung werden als grundsätzlich gleichwertig und aufeinander bezogen betrachtet. Nach Absolventen beider Bildungsgänge besteht große Nachfrage in Bayern
  • Das Paket soll neue Maßstäbe für alle Schularten setzen: Der Individualität der Schüler wird ein differenziertes Schulsystem am Besten gerecht. Jede Schulform hat ein klares Bildungsziel
  • Entsprechend der Vielfalt der Kinder gibt es ein breites Angebot an Bildungswegen mit Übergangs- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Eltern sollten also die Schule allein nach dem Wohl des Kindes wählen, und nicht befürchten damit endgültige Festlegungen zu treffen
  • Das neue G9 am Gymnasium wird eine eigene, verbesserte Qualität haben. Entsprechende Investitionen sind dafür vorgesehen. Bayern geht nicht den Sparweg anderer Bundesländer, die bei der Umstellung das G8 auf 9 Jahre strecken. Das Abitur in fünf Fächern hat sich bewährt und bleibt
  • Digitale und politische Bildung werden übergreifend Schwerpunktthemen in allen Bildungswegen. Im Gymnasium wird mit dem G9 deutlich mehr Zeit dafür eingeräumt. Informatik wird ein verpflichtendes Fach. In die berufliche Bildung kommt mehr zum Thema "Industrie 4.0". Für den Ausbau der digitalen Bildung  sind fachübergreifende Investitionen in allen Schularten vorgesehen.  
  • Sowohl die Förderschulen werden gestärkt als auch mehr Lehrerstellen für Inklusion geschaffen. Auch neue Lehrstühle für Sonderpädagogik entstehen
  • Die mobile Einsatzreserve für Lehrer ist verstärkt und wird weiter ausgebaut. Zumindest der ersatzlose Ausfall von Schulstunden ist in Bayern auf sehr niedrigem Niveau.
  • Ganztagsklassen und Mittagsbetreuungsangebote werden weiter ausgebaut.

Dass entgegen den sonstigen CSU-Ortsveranstaltungen auch mal einige Stühle leer blieben, ist der erfahrene Referent seit einigen Jahren gewohnt: „Die Lage in der Bildungspolitik ist gut und beruhigt. Wenn die Säle voll wären, dann liefe etwas schief.“ Die Teilnehmer der zweistündigen Veranstaltung dankten Georg Eisenreich für sein engagiertes Referat und die ausgiebigen Antworten mit Applaus.

Die Umsetzung bleibt eine Herkulesaufgabe. Die ist mit den Mitteln des Paketes zu größten Teilen von Lehrerinnen und Lehrern sowie den „Sachaufwandsträgern“ - das ist die Gemeinde :-) , zu leisten. 

Bildung ist immer ein Thema und die Hohenbrunner CSU wird bei der kommunalen Umsetzung weiter mit klarem Kompass voranschreiten.

Gruppe 30 a
Vortrag 30 aHerzBild 30 a